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Aktuelle Nachrichten von der „Cape Race“

Dezember 2021 bis Januar 2022
Die Online-Vortragsserie „Der arktische Mittwoch“ von Birgit Lutz und Rolf Stange geht in die dritte Runde. Angeboten werden sechs Termine, jeweils mittwochs vom 1.12.2021 bis zum 19.1.2022. Nur der Termin vor Weihnachten findet ausnahmsweise am Montag Abend statt. Es wird eine abwechslungsreiche, spannende Reihe, von Reise und Abenteuer über Regionen bis hin zu naturkundlichen und historischen Hintergründen. Den Auftakt am 1. Dezember macht Arved Fuchs.

Mittwoch, 1. 12.21
Shackleton 2000
Arved Fuchs hält seinen Vortrag „Shackleton 2000“, in dem er seine abenteuerliche Reise auf den Spuren dieses großen Polarhelden beschreibt.

Mittwoch, 8.12.21  – Rolf Stange
Spitzbergen: Norwegens arktischer Norden
Wir reisen zusammen durch die arktischen Jahreszeiten, vom Nordlicht bis zur Mitternachtssonne und (fast) wieder zurück. Nur gut 1000 Kilometer vor dem Nordpol gelegen, sind die Inseln mit ihren mehr als 60.000 Quadratkilometern Landfläche – immerhin 1,5 mal so groß wie die Schweiz – nach wie vor weitgehend unzugänglich.

Mittwoch, 15. Dezember 2021 – Birgit Lutz
Auf Skiern zum Nordpol
Wegen vieler Nachfragen zeigt Birgit Lutz ihren Nordpol-Vortrag nun zum ersten Mal im Rahmen dieser Serie – ein spannender Einblick in das moderne Expeditionswesen und die Geschichte einer sehr besonderen Skitour. 

MONTAG, 20.12.21 – Rolf Stange und Birgit Lutz
Arktische Weihnachten
Viele historische Expeditionen waren jahrelang im Eis unterwegs. Was dabei oft übersehen wird: Natürlich werden auch alle Feiertage im Eis verbracht, unter eingeschränkten Möglichkeiten, auf Schiffen, in Hütten, in Höhlen. Rolf Stange und Birgit Lutz haben einige schöne Stellen aus Büchern herausgesucht. 

Mittwoch, 12. Januar 2022 – Birgit Lutz
Heute gehen wir Wale fangen
An diesem Abend geht es um die Menschen Ostgrönlands. Nach ihrer Inlandeis-Durchquerung kehrt Birgit Lutz mehrmals in das fesselnde Land zurück – mit wenig Gepäck und viel Zeit. 

Mittwoch, 19.1.22 – Rolf Stange
Das Licht des Nordens …
… ist viel mehr als „nur“ das berühmte Nordlicht. Die Polarregionen sind wie keine andere Weltgegend von den Jahreszeiten geprägt. Der Lauf der Sonne lässt das Jahr zu einem zwölf Monate langen Tag werden, wo der Sonnenaufgang ein Frühjahr lang dauert und der Sonnenuntergang den Herbst in Anspruch nimmt. 

Einzeltickets für die Lesungen und Abos sind in Rolf Stanges Webshop erhältlich:
https://shop.spitzbergen.de/de/12-zoom-vortraege

 

Oktober 2021
Nach einer sehr ruhigen Überfahrt über die westliche Barentssee, von Longyearbyen nach Tromsø (unser Kapitän nutzte sehr schnell, weil vorausschauend, ein kleines Zeitfenster mit wenig Wind. Die Barentssee kann im Oktober schon sehr stürmisch sein und in der Tat kam der Wind, als Cape Race gerade in den geschützten Fjord nördlich von Tromsø einlief), liegen wir jetzt am Pier und bereiten die Winterfahrten vor, die am 28. Oktober beginnen und erst nach einer Weihnachtsfahrt enden. Wir kaufen frische Lebensmittel, bunkern Treibstoff, schaffen Ordnung für die kommenden Gäste und bereiten alles für die Fahrten in die winterlichen Fjorde vor.

 

September 2021

In Svalbard ist es diesen Sommer ziemlich einsam. Unsere „Cape Race“ absolvierte unter Kapitän Ali in den letzten Wochen vier komplette Umrundungen Spitzbergens. Dabei trafen wir auf sehr viel weniger Schiffe, als in üblichen Saisons. Die „Cape Race“ ist eines der ganz wenigen Schiffe, das 2021 das Polarmeer besucht. Bis Ende September erkunden wir noch den Westen Spitzbergens und ab Oktober, wenn das Licht im hohen Norden sehr weit abgenommen hat und der Winter sich mit rauem Wetter ankündigt, dampfen wir Richtung Süden, nach Tromsø, wo wir unsere Winterfahrten aufnehmen. (Foto: Christian Engelke)

27. Juli 2021

Cape Rae - Eine Biografie „Cape Race – Eine Biografie“ soeben im mareverlag erschienen! Ein Schiff ist kein Lebewesen im eigentlichen Sinn. Aber es wird nach dem Bau zu Wasser gelassen und getauft. Es erfüllt zeit seines Daseins viele unterschiedliche Aufgaben, dient Unternehmen als Einkommensquelle, erfährt die halbe Welt, trotzt Stürmen, Kälte und Hitze und ist Seeleuten Arbeits- und zugleich Wohnort, Sommer wie Winter, zu Ostern und Heiligabend, Tag und Nacht. Nicht ohne Grund sind Schiffe keine neutralen Gegenstände, sondern durch ihren Eigennamen und den weiblichen Artikel individualisiert.
Die „Cape Race“, auf diesen Namen 1963 getauft, befuhr in über einem halben Jahrhundert nicht nur die Weite des Atlantiks und der Polarmeere, sondern bot dabei vielen Menschen auch eine Lebensgrundlage.
Dieses Buch ist die Biografie eines Schiffes und der Menschen, die mit und auf ihm lebten und arbeiteten, bis heute. Für sie ist die „Cape Race“ mehr als ein Schiff. Vielleicht kann man das nach der Lektüre dieses Buches nachvollziehen. Wirklich verstehen kann man es aber nur, wenn man mit ihr auf den Ozeanen unterwegs war. Hier können Sie es bestellen.

 

20. Juli 2021
Nach einer reibungslosen zehntägigen Reise von Kiel direkt nach Longyearbyen liegt unsere schöne „Cape Race“ sicher im Hafen. Kapitän Ali vermied ein Gebiet mit stärkeren Winden, indem er einen etwas westlicheren Kurs wählte. Wie gut, dass wir eine erfahrene Crew an Bord haben, die es sich übrigens nicht nehmen ließ, kurz vor Erreichen des Hafens noch schnell im Eismeer nach frischem Fisch zu fischen. Das Schiff schrieb: „old habits die hard“.


10. Juli 2021
Auf nach Norden! Bei 11 Knoten Wind aus West und einer Lufttemperatur von 13° Celsius legte die Crew der „Cape Race“ um exakt 08:00 UTC, 10:00 Uhr morgens in Kiel Holtenau vom Tiessenkai ab. Nächster geplanter Stopp: 78° Nord…..Longyearbyen auf Spitzbergen. Unsere Saison 2021 mit Expeditionen in der Arktis hat begonnen…… Wir sind bis Weihnachten ausgebucht. Hoffentlich zahlt sich unser Durchhaltevermögen aus: Wir sind eine der letzten Reedereien, die die gesamte Arktis-Saison 2021 noch nicht aufgegeben haben und jetzt bereit sind, den Gästen die unvergleichliche Natur der Polarregion zu zeigen.


Februar 2021
Das Eis im Museumshafen ist geschmolzen und die Vögel künden am frühen Morgen vom nahenden Frühling. Auch die Arbeiten an Bord der „Cape Race“ schreiten voran. So ist die Seereling jetzt rundum höher und somit sicherer, eine neuer Watermaker und ein UV-System sorgen für klares Trinkwasser, in den Kabinen drei und vier werden zur Zeit die Kojen umgebaut, oder ein Generator wurde komplett erneuert. Die to do Liste für die Liegezeit in Hamburg beträgt an Deck 27, im Innenbereich 50, im Maschinenraum 32, für die Sicherheitssysteme 14 und für Navigation 18 kleinere bis große Positionen, die bis zur Abfahrt mit Gästen erledigt werden müssen.
Die Planung für die kommende Saison können wir hingegen nicht so einfach einhalten. Wir fahren leider auch dieses Jahr nicht wie geplant Anfang Mai nach Spitzbergen. Die Norwegische Regierung sperrt ihr Land noch mindestens bis Juli für Einreisende und für Gastschiffe.
Folglich entwickelten wir stattdessen ein an die Situation angepasstes Angebot: wir fahren Anfang Mai über Helgoland und den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee und erkunden auf fünf Fahrten à sechs Tagen die deutsche Ostseeküste. Ohne Grenzprobleme, ohne Flüge, mit mehrfach getesteter Crew und Gästen entdecken wir die großartige Naturlandschaft der Ostseeküste, von der Geltinger Birk bis Usedom, landen wir mit unseren Zodiac Booten an einsamen Stränden und wilden Steilküsten und erleben eine Natur, die von Land her schwer oder kaum zu besuchen ist. 


November 2020
Seit Oktober sind wir mit der MS „Cape Race“ von unserer kurzen Saison (insgesamt nur vier Reisen) zurück in Hamburg. Zum Glück durften wir wieder im Museumshafen Hamburg Harburg anlegen. Dort werden wir voraussichtlich bis zum Frühjahr liegen. Während der Monate führen wir kleinere Arbeiten durch: z.B. wird die Seereling überall höher gesetzt, sodass man auch bei starkem Seegang sicheren Halt findet; in den Kabinen, der Messe und im Salon wird noch weiter das schöne Holz lackiert, alle Tanks werden gereinigt, die Rettungsgeräte gewartet, ein Generator wird ersetzt, die Ankerwinde erhält eine andere Farbe, und es kommen weitere Geräte für wissenschaftliche Experimente an Bord. Die Liste der Arbeiten ist leider nicht endlich…
Für den Frühling planen wir, sofern die Situation es zulässt, weitere Open-Ship-Tage, und im Mai brechen wir endlich nach Norden auf — entlang der norwegischen Küste bis nach Spitzbergen.


September 2020
Nachdem wir Ende August genau eine Expedition mit Gästen in Spitzbergen durchführen konnten, waren dort seither aufgrund der hohen Fallzahlen in Deutschland (über 20 Fälle pro 100 000 Einwohner über einen Zeitraum von 14 Tagen) keine weiteren Fahrten möglich. Wir wichen spontan nach Schottland aus, wo wir mit Gästen die wunderschönen Hebriden erkundeten.

Leider müssen wir nun aufgrund der immer noch steigenden Fallzahlen auch alle Winterfahrten in Nordnorwegen absagen und beschließen die Saison 2020 Mitte Oktober. Dann stehen bereits wieder Arbeiten am Schiff an. Die Erfahrungen in diesem Jahr mit der „Cape Race“ sind zwar ausgezeichnet, und wir können zufrieden behaupten, dass alle Arbeiten der letzten Jahre gelungen sind. Dennoch sind die üblichen Winterarbeiten sowie ein paar wenige kosmetische Verbesserungen notwendig.

 

Kontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Laura Hübner

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